Antenne Saintummers Projekte

DVB-T, UKW, DAB+, VHF, UHF

UKW, VHF und UHF Antenne

Hier ein schöne Antenne aus den 1970er Jahren, der Marke "Antenne mit alles" aus Wien. Das Foto stammt von Mai 2020.


Antenne mit allesAntennenmast
Von Oben nach Unten sind 8 Antennen zu sehen.

#1: An der Spitze die sogenannte LMKU Stabantenne. (LW,MW,KW,UKW)

#2: Darunter VHF (mit abgebrochener Stab rechts ) DX Richtung damalige CSSR
ORF Kahlenberg ist in Sichtverbindung, daher wahrscheinlich DX und nicht ORF.

#3: Darunter VHF Yagi Antenne ebenfalls DX Richtung damalige CSSR

#4: Darunter UHF Yagi Antenne nach links DX Richtung damalige CSSR

#5: Darunter ein Dipol VHF Band I, in Richtung zur Kamera, Sender Jauerling. ORF VHF 2

#6: In Höhe Dachfirst nach links die VHF Band III Antenne in Richtung Sender Kahlenberg. ORF VHF 5

#7: In selber Höhe Richtung von der Kamera weg (hinter dem Kabelbündel) UHF Antenne nach Ungarn gerichtet.

#8: Unterer Bildrand nach Links: eine UHF Antenne in Richtung Sender Kahlenberg. ORF UHF 24


Ein nicht alltäglicher Aufbau einer komplexen Antennenanlage als Zeitzeuge, welcher es Wert ist als Foto zu überdauern.



Zimmerantenne VHF

Hier eine sogenannte "Libelle" aus den 1960er Jahren. Goldfarben eloxiert.
LiebelleBildqualität meistens ungenügend, da hier Reflexionen als seitlicher Versatz senkrechter Linien zu sehen war.
Auch mit einem zweiten Dipol für UHF erhältlich. Spätere Modelle in den 1970er Jahren, manche auch mit Antennenverstärker, waren auch nicht besser.
Abhilfe war nur durch vernünftige Antennenanlage gegeben, welche durch die Richtwirkung der Antenne, die Reflexionen minimiert.
Auch verrauschtes Signal kann nur durch bessere Antenne verbessert werden, Verstärker bringen hier nichts. Hauptproblem bei Zimmerantennen waren immer die Reflexionen.
Alltäglich war in dieser Zeit, eine VHF und eine UHF Antenne für die damaligen beiden Programme. Entweder Dachboden oder über dem Dach. Beliebt waren Ende der 1960er und in den 1970er Jahren, die Antennenbau Aufträge für eine Dachbodenantenne. Leicht herzustellen und ein schönes Zusatzeinkommen am Samstagnachmittag.
Mit einer Konfiguration von UHF- und VHF-Antenne, Antennen-weiche, Antennen Steckdose und etwas Koaxkabel, war der Empfang für die beiden ORF Programme gesichert. Auf Wienerisch wurden die beiden Programme ORF1 und ORF2, von den Kunden, der "Aanser" und der "Zwara" genannt.

Dachantennen waren schon Aufwändiger, Mastmontage, Blitzschutz, Absturzsicherung für den Techniker, Einrichtung der Antenne. Hier waren dann zumindest zwei Personen notwendig. Manche Gebiete in Wien wie zB. Gumpendorferstr, Wiental etc.) hatten keine Sicht zum Sender Kahlenberg, da waren dann hohe Masten mit Abspannungen erforderlich. Später wurde dann der Füllsender Wien-Himmelhof installiert, der diese Gebieter versorgte. In den 1980er Jahren wurde begonnen in Wien das Kabelfernsehen (ORF,ARD,ZDF und private) zu etablieren. Aus Kostengründen erfolgte die Verlegung der Kabel vorrangig in Bezirken mit hoher Bevölkerungsdichte.
Die Außenbezirke kamen tlw. viel später in den Genuss des Werbefinanzierten TVs;-)
Die Nachfrage nach Antennen ist damals durch die Verbreitung des Kabelfernsehen stark eingebrochen.

Antennenmaterial anno 1978

Die Antennen wurden am Dach oder im Dachboden mit Antennen-weichen auf eine Ableitung zusammengeschaltet. Fallweise waren auch Antennenverstärker mit Fernspeisenetzteil vorhanden. Beim Empfänger sollte eine Antennensteckdose montiert sein. Moderne Empfänger hatten bereits eine Koaxbuchse, die älteren benötigten einen Empfänger-weiche, welche dann UHF u. VHF getrennt mittels 240Ohm Symmetrisch bereitstellten. Da gab es verschiedene Ausführungen je nach alter des Empfängers, runde Bananenstecker oder DIN Flachstecker. Die Zimmerantennen waren in der Regel mit 240Ohm Symmetrischen Leitungen ausgestattet.

Antennen Material

Antennen Material

Frequenzbereiche

LMKU AM Rundfunk LW,MW,KW und UKW   100 kHz - 30 MHz
UKW FM Rundfunk 87,5 MHz - 108 MHz
DAB+ DAB+ Rundfunk 174 Mhz - 240 MHz
SK Sonderkanäle Kabel TV S01-S10 104 MHz - 167 MHz
SK Sonderkanäle Kabel TV S11-S20 230 MHz - 293 MHz
VHF-I TV Kanal 2 - 4 49,75 MHz - 62 MHz
VHF-III   TV Kanal 5 - 12 177 MHz - 226 MHz
UHF TV Kanal 21 - 69 474 MHz - 858 MHz
DVB-T TV Kanal 27 -51 522 MHz - 690,5 MHz
UHF heute Mobilfunk! früher K52 - 69 697,5 MHz - 816 MHz
SAT SAT von LNB zu Empfänger 950 MHz - 2150 MHz


Heute in Verwendung bei einer Antennen Anlage:

UKW, DAB+, DVB-T, SAT.
SK, VHF, UHF nur in Kabelanlagen
L,M,K, benötigt eigene Antenne siehe MiniWhip Antenne

Heutige Antennen
Heutige Antennen Es können auch "alte" UHF Antennen für DVB-T verwendet werden. Auch eine "alte" VHF-III wird als DAB+ Antenne funktionieren.
Die Abweichungen am oberen Ende bei DAB sind minimal und nicht relevant. (226 zu 240 MHz). DAB+ oder DAB und DVB-T oder DVB-T2 sind nur jeweils andere Modulationsverfahren. Diese Antennen müssen, so mehrere verwendet werden, mittels Weichen zu einer Ableitung zusammengeschaltet werden.

Wer mit den Zimmerantennen für DAB+ oder DVB-T guten Empfang hat und zufrieden ist, braucht natürlich keine Antenne bauen.

Belegung an der Antennen Dose

Ant-Dose
Ausgang SAT, F-Buchse für Sat Empfänger 950 MHz - 2200 MHz
Ausgang R für UKW Radio 87,5 Mhz - 108 MHz
Ausgang TV für DVB-T 522 MHz - 690,5 MHz oder DAB+ Radio 174 MHz - 240 MHz.
An R und TV passen IEC-Buchse/Stecker. Wenn DVB-T und DAB+ zugleich verwendet werden soll, kann ein IEC T-Stück die Koppelung der Empfänger übernehmen.






Der Aufbau von Antennen Außerhalb des Hauses (über Dach) ist nur von Fachpersonal durchzuführen.
Die Vorschriften des Blitzschutzes, der Elektroinstallationen und des Arbeitsschutzes sind einzuhalten.  

Beispiele von Antennenanlagen

UHF und VHF Yagi Antennen Einfamilienhaus mit UHF und zwei VHF "Rechen" wie die Yagi Antennen gerne genannt wurden. Blitzableitung vorhanden wahrscheinlich am Antennenmast angeschlossen. (wie damals üblich)
Sat und Terrestrik auf einem Mehrparteienhaus. Sat und Yagis hier zu sehen tlw. mit heute (2020) modernen Blitzschutz mit Fangstangen bei den Antennen rechts und links vom Bild. Die Fangstange ist mit horizontalen Glasfaserstäben an der Antenne montiert. Diese Antennen haben keine leitende Verbindung zur Blitzerdung. Die Antenne in der Mitte wirkt als ganzes als Blitzableiter ;-) Das ist dann nicht optimal.

Antennen für Funkamateure

Gittermast mit drehbarer Dipolantenne Funkamateur Antenne 1 Funkamateur Antenne 2
Interessante Anlage mit verschieden Richtantennen, Gittermast. Funkamateur Richt Antenne 1 Funkamateur Richt Antenne 2 Funkamateur Richt Antenne 3

Der Aufbau von Antennen Außerhalb des Hauses (über Dach) ist nur von Fachpersonal durchzuführen.
Die Vorschriften des Blitzschutzes, der Elektroinstallationen und des Arbeitsschutzes sind einzuhalten.  

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